Die Entdeckung der Kargheit

Unterwegs in der Wildeshauser Geest

Steinreich: Wegen der zahlreichen Großsteingräber (hier die Kleinenkneter Steine) wird die Wildeshauser Geest gerne „Quadratmeile der Urgeschichte“ genannt.

Anders als es ihre Wortbedeutung nahe legt, ist die Wildeshauser Geest eine abwechslungsreiche Landschaft, in der sich Alleen und Sanddünen, Mischwälder und Weideland, Restmoore, Heide und Wallhecken zu einem vielfarbigen Mosaik verbinden. Kirchen, Klöster und Steinzeitgräber laden zur Exkursion in die Vergangenheit. Doch Vorsicht: Manches Dorf geht hier neue Wege jenseits von Klischees.

Im Spätsommer auf dem Pestruper Gräberfeld: Die Heide hat ihr leuchtendes Kleid angelegt. In violett schimmernden Wogen fließt es über die sanft geschwungene Landschaft. Wer im August oder September über den mit Heidekraut und Gräsern zugewachsenen prähistorischen Friedhof spaziert (es handelt sich um einen der größten Bestattungsplätze der Bronzezeit), fühlt sich wie in ein Gemälde der Romantiker versetzt. Gesäumt von Äckern und Wald liegt er da, der 36 Hektar große Totenacker aus der Urzeit. Mehr als 500 Hügelgräber wurden hier gezählt, ein Dorado auch für Archäologen, denn noch immer ist das Gelände nicht vollständig erkundet. Die Region um Wildeshausen ist als „Quadratmeile der Vorgeschichte“ bekannt. Auf ungewöhnlich dichtem Raum findet man hier eine Vielzahl von Grabanlagen aus unterschiedlichen Epochen.

Wenige Kilometer entfernt, im kleinen Dorf Dötlingen: In den Bauerngärten wachsen späte Sommerblumen – Rosen, Astern, Rittersporn und Hortensien, deren verwaschenes Blau den Dichter Rainer Maria Rilke einst an ausgeblichene Kinderschürzen erinnerte. Auch Dötlingen gehört zu den Anziehungspunkten der Wildeshauser Geest. Seine Chronik erzählt beispielhaft Geschichte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stieg der kleine Ort, der bis dahin ein kümmerliches Dasein als armes Heidedorf geführt hatte, zum Domizil innovativer Künstler auf. Der Maler Georg Müller vom Siel begründete Ende des 19. Jahrhunderts Dötlingens Ruf als Künstlerkolonie, die schnell einen ähnlich magischen Namen besaß wie Worpswede im Teufelsmoor oder Ahrenshoop an der Ostsee. Nach Aufenthalten in München, Paris und New York war es seine norddeutsche Heimat, die den Butjadinger zum Bleiben bewegte. Leicht und lichtgeflutet sind seine Bilder, die nichts von seiner späteren Depression erahnen lassen. 1938 starb der seelisch kranke Maler an mangelnder Versorgung in der Nervenheilanstalt Wehnen bei Oldenburg. Während Müller vom Siel, dessen Schaffenskraft in der Anstalt gänzlich erlosch, an der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik zu Grunde ging, wurde das Dorf Dötlingen zum Gau-Musterdorf erklärt. Heute gilt Dötlingen wieder als Ort der Kreativität, an dem sich Kunstschaffende gerne niederlassen.

Die Trägheit der Reetdächer

Der Steinzeitfriedhof in Pestrup und das Dorf Dötlingen sind nur zwei der wichtigen Koordinaten auf der großformatigen Karte der Wildeshauser Geest, die südlich zwischen Bremen und Oldenburg liegt. Sie ist der zentrale Teil des norddeutschen Geestrückens, der sich von Meppen im Emsland bis hoch zur Küste bei Bremerhaven erstreckt. Der Naturpark Wildeshauer Geest zählt mit rund 1.500 Quadratkilometern zu den größten Naturparks Deutschlands. Hunte, Lethe, Delme und Geestbäche durchziehen das weite Land mit ihren Wasseradern. Bereits 1965 erhielt die Wildeshauer Geest die staatliche Anerkennung als Erholungsgebiet, 1984 wurde das ansonsten von Landwirtschaftsflächen geprägte Areal als Naturpark ausgewiesen. „In einer erlebnisreichen Geestlandschaft mit gut ausgebauten und ausgeschilderten Rad- und Wanderwegen erwartet Sie die ideale Mischung aus Natur, Kultur und sportlichem Angebot. Idyllische Flusstäler und Seen, Wälder mit majestätischen Eichen, schauriges Moor, blühende Heideflächen und Sanddünen werden Sie in Erstaunen versetzen und laden zum Verweilen ein“, wirbt der Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest um Besucher und vergisst auch die vielen Bau- und Bodendenkmäler, die zahlreichen Museen und die typischen Wasser- und Windmühlen nicht.

Man falle leicht darauf herein, schreibt Roland Benn in seinem Essay für das Merian-Heft über das Oldenburger Land: auf die Trägheit der Reetdächer, die Urtümlichkeit der Geestrücken, die Unbeweglichkeit der Steinzeitgräber. Als könnte all dies von Zeit und Mensch Geformte die Nöte der Gegenwart abschaffen. Stadtmenschen unterliegen gerne diesem Trugschluss. Für stressgeplagte Bremer und Oldenburger ist das weite Land zwischen der See und dem Südoldenburgischen von jeher ein beliebtes Naherholungsziel gewesen.

Bereits um die Jahrhundertwende reisten Ausflügler mit Kutsche oder Bahn in die benachbarte Provinz, um „eine große Mütze“ Natur zu nehmen oder sich an der vermeintlichen Romantik bäuerlichen Alltags zu erbauen. Tatsächlich war das Leben der Geestbauern damals arg entbehrungsreich. Kunstdünger gab es nicht und so war es für viele Generationen eine harte Knochenarbeit, dem sandigen Boden die Ernte abzuringen. Besonders die Landlosen hatten zu kämpfen: Viele der völlig verarmten Familien wanderten nach Nordamerika aus.

Heute sind es andere Probleme, die der Landbevölkerung zu schaffen machen. Die Zahl der Bauernhöfe geht stetig zurück. Oftmals fehlen die Erben, die den immer noch arbeitsintensiven Landwirtschaftsbetrieb weiterführen wollen. Zahlreiche Dörfer überaltern, die Infrastruktur schwindet. In manchem kleinen Ort gibt es weder Kneipe noch Dorfladen. Die Jugend zieht es in die Städte – der Arbeitsplätze wegen, aber auch, weil das typische Dorfleben jenseits von Freiwilliger Feuerwehr und Vereinsleben nicht mehr zu bieten hat. Als „Schwächen“ führt das Regionale Entwicklungskonzept für den Naturpark Wildeshauser Geest genau diese Merkmale auf und fügt auch die noch unzureichende Vernetzung des Tourismus-Marketing hinzu. „Wir haben reichlich Ware, aber ein leeres Schaufenster“, heißt es dort.

Dorf mit Zukunft

Doch es gibt auch Gegenbeispiele, eines davon ist wiederum Dötlingen. Im September 2010 machte die kleine Gemeinde den ersten Platz beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. „Gold für Dötlingen, wir sind stolz und glücklich“, freute sich Bürgermeister Heino Pauka vor laufenden Fernsehkameras. Trotz seiner malerischen Reetdachhäuser und Bauerngärten sei Dötlingen kein Museumsdorf, betonte der Bürgermeister. Ausgezeichnet wurde das Dorf, weil es sich konstruktiv mit seiner Zukunft beschäftigt. Dazu zählen Pläne für die Reaktivierung des Bahnhofs, die Einrichtung eines Mehrgenerationenhauses und die Straßenverschönerung durch Hecken ebenso wie zeitgemäße Angebote im Tourismus. „Das Künstlerdorf Dötlingen“ steht auch auf der Liste jener Sehenswürdigkeiten in der Wildeshauser Geest, deren Besuch das Niedersächsische Umweltministerium unbedingt empfiehlt, neben Attraktionen wie dem Stift Bassum, den Ahlhorner Fischteichen, dem Kreismuseum Syke und den vielen Zeugen der Megalithkultur.

Geröll der Vorzeit

Bereits um 3.200 v. Chr. errichteten die Menschen der Jungsteinzeit ihre steinernen Grabanlagen in der Küstenregion. Diese Gräber sind älter als die Pyramiden in Ägypten. Als Rohmaterial dienten den frühen Grabbauern Findlinge aus Skandinavien, die vor rund 300.000 Jahren zum schweren Gepäck der Eiszeit gehörten.

Als die Gletscher im Norden schmolzen, blieben Gestein und Geröll zurück: die Grundmoräne, die auch die Wildeshauser Geest prägt. Zum Schutt der Vorzeit zählten die Findlinge, die zum Bau der Großsteingräber dienten. Im Volksmund heißen die imposanten Grablegen Hünengräber, was auf einen lange gehegten Irrtum verweist: Man glaubte, Riesen müssten die Gräber gebaut haben. Dass ein durchschnittlicher Steinzeitmensch in der Lage gewesen sein sollte, die überaus massiven Brocken zu bewegen, schien unvorstellbar. Heute geht man davon aus, dass die Grabbauer nicht nur ihre Muskelkraft nutzten, sondern auch Zugtiere einsetzten und sich überdies mit Hebetechniken auskannten. Ob die Großen Steine bei Kleinenkneten, die Bargloyer Steinkiste, die Hohen Steine bei Wildeshausen oder die Glaner Braut bei Dötlingen: Die Großsteingräber zeugen vom profunden Sachverstand ihrer Konstrukteure und von frühen Bestattungsritualen.

Wahre Publikumsmagneten sind Visbeker Braut und Bräutigam, die nicht nur die Patina der Vergangenheit, sondern auch eine traurige Sage ummantelt. Unweit der Hauptstraße zwischen Ahlhorn und Visbek nähert man sich dem weiträumigen Begräbnisfeld auf baumbestandenen Wegen. Trüge der Wind nicht die abgehackten Geräusche der nahen Autobahn heran, wäre die Totenruhe perfekt. „Die Gebeine der Bestatteten sind vollständig vergangen“, informiert ein Holzschild. Die Anlage aber trotzt der Zeit. Hier ist der Visbeker Bräutigam samt seiner Hochzeitsgesellschaft zu Stein erstarrt, in Laufweite teilt seine Braut dasselbe Schicksal. 80 Meter ist sie lang, 104 Meter der Bräutigam. 170 Findlinge wurden hier bewegt, 126 sind noch vorhanden. 1811 wurde die misslungene Vermählung erstmals als Gedicht veröffentlicht. Ein Bauer wollte seine Tochter mit einem reichen Mann verheiraten, das Mädchen aber liebte einen armen Schäfer. Doch kein Flehen half, die Unglückliche sollte mit dem Falschen zum Altar. „Ich möchte auf der Stelle zu Stein werden, damit ich nicht heiraten muss“, soll sie verzweifelt geflüstert haben. Kaum waren die Worte ausgesprochen, wurden sie wahr. Die wirkliche Geschichte hinter der monumentalen Grabanlage kennt man nicht. Warum die Übergröße, wozu die fast übermenschliche Kraftanstrengung? Die Geest liegt da und schweigt.

Goldene Käfer in der Heide

Der Begriff Geest leitet sich vom plattdeutschen „güst“ ab, was wüst, karg, unfruchtbar bedeutet. Ortsnamen wie „Sandkrug“ und „Sandhatten“ belegen, dass so manche Siedlung auf sandigem Untergrund fußt. Und doch brachte die Geest auch Mischwälder hervor, die von den ersten sesshaften Bewohnern allerdings konsequent gerodet wurden, denn sie brauchten Flächen für Ackerbau und Viehzucht. Vor den weitläufigen Mooren aber hatte man lange Respekt. Waren schon die Geestbauern arm dran, so teilten die Moorkolonisten ein noch härteres Los, die sich erst ab dem 17. Jahrhundert mit Hacke und Schaufel, mit Gräben und Schwelbränden an das mythenbeladene Feuchtgebiet heranwagten. Bis in die dritte Generation litten sie unter der unglaublichen Plackerei. Nicht umsonst lautete ihre Losung: „Des Ersten Tod, des Zweiten Not, des Dritten Brot“. Mit kaum Hab und Gut, mit umso mehr Kindern kamen sie, bauten eine feuchte, krank machende Plaggenhütte, brannten das Moor ab und säten Buchweizen in die warme Asche. Nach sieben Jahren war der Boden derart ausgelaugt, dass er sich 30 Jahre von der Tortur erholen musste. Nur wenige Restmoore haben den über die Jahrhunderte intensivierten Abbau überlebt.

Zu einem der letzten geschlossenen Moorgebiete in Deutschland zählt das Goldenstedter Moor, ein 180 Quadratmeter großes Naturschutzgebiet in der Hunteniederung. Man kann hier mit der nostalgischen Moorbahn fahren. Man kann seine Schuhe ausziehen und über den Barfußpfad laufen. Oder man nimmt den Bohlenweg für ein stilles Rendezvous mit Wollgras und Ried.

Eine Vegetation im Verschwinden ist auch die Heide, die einst so viele Maler und Dichter inspirierte, allen voran den Heide-Poeten Hermann Löns („Über die Heide sind wir gegangen/Und die Heide war blütenleer/Goldene Käfer flogen schimmernd/Auf dem Sande vor uns her“). Viele ehemalige Heidegebiete in der Wildeshauser Geest wurden in Ackerland umgewandelt oder aufgeforstet. Auch als Nahrungsquelle für große Schafherden hatte die anspruchslose Vegetation im 20. Jahrhundert bald ausgedient, denn die intensive Schafhaltung verlor zunehmend an Bedeutung. Eine ursprüngliche Landschaft war die Heide allerdings nie, sondern das Resultat von Abholzung und Überweidung. Und doch verzaubert das robuste Heidekraut bis heute. Noch intakte Heideflächen sind z.B. die Glaner Heide bei Dötlingen und der Kleine Sand bei Bissel.

Einmalig ist der Hasbruch zwischen Hude und Ganderkesee  mit seinem uralten Baumbestand. Der Name leitet sich von den germanischen Wörtern für Asa (Wasser) und Brough (Bruch, Sumpf) ab. Der Hasbruch ist ein 650 Hektar großer Wald und eines der größten Eichenreviere Norddeutschlands. Im 17. und 18. Jahrhundert bediente man sich reichlich im Forst und plünderte ihn durch Walddiebstahl regelrecht aus; 1938 wurden Bereiche erstmals unter Naturschutz gestellt. Heute gilt der Hasbruch als einmaliger Biotop, dessen Attraktion die Friederikeneiche ist, eine rüstige Gehölz-Seniorin, die das sagenhafte Alter von 1.200 Jahren hat.

Die Wildeshauser Geest, das ist vor allem Bauernland. Ein Kulturland, das traditionell die Großen begünstigt und die Kleinen herausfordert. Die Agrarpolitik mit ihrer Förderung intensiv genutzter Monokulturen hat so manchen Landwirt über die Jahre zum Aufgeben oder zur Expansion gezwungen. Überproduktion, Preisverfall, Agrarwüsten und Umweltverschmutzung sind die hässlichen Begleiterscheinungen dieses Systems. Doch immer häufiger gibt es Betriebe, die keine Agrarfabriken sein wollen. Bio-Höfe, Direktvermarkter und Bauernmärkte, auf denen regionale Spezialitäten angeboten werden, sind deutlich im Aufwind. Zugleich entdecken Dorfbewohner Traditionen neu, erfüllen Bräuche wie das Erntedankfest mit zeitgemäßem Leben und kümmern sich verstärkt um ihr architektonisches Erbe.

Mönche um Mitternacht

Es gibt viele historische Schätze in der Wildeshauer Geest. Als eines der wertvollsten Baudenkmäler der Region gilt die Klosterruine in Hude, über deren betagtes Gemäuer wilder Wein rankt. Das im Mittelalter gegründete Kloster wurde im 16. Jahrhundert aufgegeben und geplündert, dann verfiel es und diente der verarmten Bevölkerung als Steinbruch. Durch den Ruinenkult der Romantik geriet die Anlage im ausgehenden 18. Jahrhundert plötzlich in den Fokus von Malern, Graphikern und Schriftstellern. Heute erzählt ein kleines Museum von der wechselvollen Geschichte des Ortes. Laut einer alten Sage sind in manchen Nächten um Mitternacht Männer in dunklen Roben mit Kisten voller Gold zu sehen, die über das Gelände huschen.

Ein kulturelles Kleinod ist auch die Alexanderkirche in Wildeshausen, deren Turm hoch über die alten Bürgerhäuser am Marktplatz ragt. Wildeshausen, älteste Stadt im Oldenburger Land und Zentrum der Wildeshauser Geest, war im Mittelalter ein beliebter Wallfahrtsort. Zahllose Gläubige drängte es ins Innere der Alexanderkirche, denn hier ruhten seit dem Jahr 851 die Gebeine des Heiligen Alexander, der 162 n. Chr. wegen seines Glaubens in Rom hingerichtet worden sein soll. Die dreischiffige Basilika wurde zwischen 1200 und 1270 erbaut und zeigt einen harmonischen Stil-Mix aus romanischen und gotischen Elementen. Sehenswert sind auch die gotische Klosterkirche in Heiligengrode und die romanischen Dorfkirchen in Huntlosen, Kirchhatten und Nordwohlde. Einen Ausflug wert ist ebenfalls der wuchtige Turm der Stiftskirche in Bassum oder die Arkeburg im Goldenstedter Moor. In der 1052 gegründeten Kirche St. Cornelius in Ganderkesee kann man die fast 300 Jahre alte Arp- Schnitger-Orgel bewundern. Der Meister des Orgelbaus verwirklichte sich in ganz Europa und hat auch heute noch eine international engagierte Fangemeinde.

Neue Wege gehen

In Syke lohnt das restaurierte Vorwerk einen Besuch, das sich als prächtiges Gebäude am Ende einer baumbestandenen Auffahrt in Szene setzt. Einst residierten hier Amtmänner, heute beherbergt das Bauwerk ein Zentrum für zeitgenössische Kunst. Sowohl das 1728 erbaute Haupthaus, als auch das 1783 errichtete Kutscherhaus wurden mehrfach umgestaltet. Trotz der verschiedenen kosmetischen Einwirkungen hat die Anlage ihren Charme bewahrt. In dem zwei Hektar großen Garten wurde ein Skulpturenpark eingerichtet. Wer hier unter dichtem Laubwerk flaniert, trifft auf zeitgenössische Kunst in historischem Ambiente.

Vergangenheit und Gegenwart hat auch der Archäologe Ullrich Masemann mit seiner deutschlandweit ersten Archäologieschule im Zentrum Prinzhöfte bei Wildeshausen verbunden. In speziellen Sommercamps ließ der Fachmann Erwachsene und Kinder nachgebaute Gräber ausheben, Fundstücke freilegen, fotografieren, zeichnen, herausnehmen und zum Schluss wie in einem dreidimensionalen Puzzle zusammensetzen. Zeitgemäß ist ebenfalls das Geocaching in Großenkneten. Mit einem GPS-Navigationsgerät suchen die Teilnehmer nach versteckten historischen Schätzen und decken Geheimnisse auf. Die Gemeinde verspricht eine unvergessliche Tour durch Natur und Geschichte und zeigt, dass man in der Wildeshauser Geest durchaus neue Wege geht.